Bekannte Schauspieler sind oft auf dieselbe Art von Rollen festgelegt, das kann Fluch und Segen sein. Wenn ein Star mal seine Vielseitigkeit beweisen möchte, wird es schwierig, sich von dem alten Image zu lösen. Bei diesem abgedrehtem Film hat es geklappt.
Die meisten werden ihn vor allem durch seine Rolle als Harry Potter kennen: Daniel Radcliffe. Als Joanne K. Rowlings populärer Zauberlehrling ist der gebürtiger Londoner den meisten ein Begriff.
Dass er aber auch in andere Rollen schlüpfen kann, beweist der durchgeknallte Fantasy-Film „Horns – Für sie geht er durch die Hölle”, den ihr heute am Dienstag, den 1. April 2025 um 20:15 Uhr auf TELE 5 sehen könnt.
Ihr wollt wissen, was euch mit „Horns“ erwartet? Dann schaut schnell in unser Video.
Die Handlung von „Horns”
Eigentlich fristet Ig Perrish (Daniel Radcliffe) ein beschauliches Kleinstadtleben mit seiner Familie. Doch mit dem Frieden ist es vorbei, als seine Freundin Merrin (Juno Temple) vergewaltigt und brutal ermordet wird. Ig muss nicht nur diesen Verlust verkraften, sondern wird auch verdächtigt, die grausame Tat begangen zu haben. Die Schuld kann ihm letztlich zwar nicht nachgewiesen werden, doch in der Öffentlichkeit gilt er nach wie vor als Täter.
Alles ändert sich, als ihm eines Tages kleine Hörner aus der Stirn wachsen – denn die Menschen in seinem Umfeld verraten ihm plötzlich ihre dunklen Geheimnisse und lassen es sich dann auch nicht nehmen, ihren düstersten Trieben nachzugeben. Für Ig der perfekte Anlass, um den wahren Mörder seine Freundin zu finden.
Radcliffe hat sich von Harry Potter befreit
Für seine Darstellung des bekannten Zauberlehrlings gefeiert, hat es Daniel Radcliffe über zehn Jahre kaum geschafft, aus dem Schatten der weltbekannten Romanfigur zu treten. Mit „Horns” ist ihm dieser Schritt aber gekonnt gelungen. In der außergewöhnlichen Rolle bekam der Brite endlich die Möglichkeit, etwas anderes auszuprobieren – was ihm hier auch zweifelsfrei gelingt. Der krude Mix aus Thriller, Horror, Fantasy und Komödie bietet ihm für diesen Befreiungsschlag die adäquate Bühne.
Dass ihm das geglückt ist, ist nicht nur seiner Leinwandpräsenz zu verdanken, sondern auch, weil er hier ganz befreit mit einem Humor aufspielen darf, der an Selbstironie nicht spart. Radcliffe scheint hier eine ganz eigene Art der Komik entwickelt zu haben, die für einige Lacher sorgt. Fortgesetzt hat er diese Entwicklung in kruden Werken wie der A24-Produktion „Swiss Army Man”, in der er eine flatulierende Leiche verkörpert, und im krassen „Guns Akimbo”, in dem er mit festgeschraubten Knarren an seinen Händen an einem Killerspiel teilnehmen muss.
Die düstere Inszenierung mit ihrer amüsanten Tonalität tut dann ihr Übriges, um Radcliffes Auftritt den passenden Rahmen zu verpassen. Wenn ihr den Engländer also mal ganz anders erleben wollt, solltet ihr euch „Horns” nicht entgehen lassen!