In „A Working Man“ lässt Jason Statham schonungslos die Fäuste fliegen – und macht damit alles richtig.
Nach Hits wie „The Transporter“, „Crank“ und „The Mechanic“ glich Jason Statham für mich einem Garanten für unterhaltsame Action. Bis auf „Cash Truck“ konnte mich in den letzten Jahren allerdings kein Film in seiner Vita so wirklich überzeugen – nicht einmal „The Beekeeper“. Das hat sich nun dank „A Working Man“ geändert. Einen ersten Eindruck verleiht euch der offizielle Trailer:
„A Working Man“ macht seiner Altersfreigabe alle Ehre
Eigentlich hat Levon Cade (Jason Statham) längst mit seiner Zeit als Elitesoldat der Royal Marines abgeschlossen. Inzwischen geht er einer geregelten Arbeit auf der Baustelle nach. Doch als die Tochter seines Vorgesetzten spurlos verschwindet, muss sich Cade seiner düsteren Vergangenheit stellen.
Mit dieser Story erinnerte mich „A Working Man“ zunächst an „The Beekeeper“ (im Stream bei WOW). Darin begab sich Bienenzüchter Adam Clay (Jason Statham) auf einen blutigen Rachefeldzug, um Vergeltung für den Tod seiner Nachbarin zu üben. Da David Ayer für beide Werke auf dem Regiestuhl Platz nahm, manifestierte sich in mir die Sorge, es lediglich mit einer Kopie zu tun zu bekommen.
Glücklicherweise wurde ich eines Besseren belehrt. Während es mir bei „The Beekeeper“ schwerfiel, mich auf den überraschend albernen Humor einzulassen, erfüllte „A Working Man“ meine Erwartungen an einen harten Action-Kracher mit der Altersfreigabe ab 18 Jahren.
„A Working Man“: Ein-Mann-Armee ohne Erbarmen
In typischer „The Transporter“- und „The Mechanic“-Manier bricht Jason Statham Nasen, renkt Arme aus und pustet Gehirne weg. Das Blut spritzt, Knochen knacken. Natürlich hat Statham – wie gewöhnlich – den ein oder anderen frechen Spruch auf den Lippen, so absurd wie in „The Beekeeper“ wirken die Dialoge aber zum Glück nie.
Zudem verleihen Aspekte wie Korruption, organisierte Kriminalität und persönliche Verantwortung dem Film deutlich mehr Tiefe als dem vorangegangenen Werk von Ayer. Zwar solltet ihr keine großen Wendungen oder Überraschungen erwarten, doch der Film tut, was er tun muss: Er zeigt keine Gnade. Besonders positiv hervorheben möchte ich darüber hinaus den Einsatz der Musik. Ein Wechsel aus eindringlichen und heroischen Klängen baut Spannung auf und untermalt gleichzeitig die Vendetta von Stathams Ein-Mann-Armee.
Falls ihr euch selbst ein Bild vom neuen Action-Kracher mit Jason Statham machen wollt, könnt ihr den Film ab sofort im Kino sehen – die große Leinwand hat „A Working Man“ definitiv verdient. Wer noch tiefer in die Geschichte von Levon Cade eintauchen möchte, kann sich die zugrundeliegende Romanreihe von Chuck Dixon zu Gemüte führen.