Wer das zwölfte Lebensjahr noch nicht erreicht hat, darf den neuen „Minecraft“-Film nur unter einer bestimmten Bedingung im Kino sehen.
Mit „Ein MINECRAFT Film“ erobert die lang ersehnte Verfilmung des gleichnamigen Videospiels endlich die deutschen Kinos. Obwohl sich vor allem Kinder im Grundschulalter für das Block-Art-Abenteuer begeistern, unterliegt der Titel der FSK-Altersfreigabe ab zwölf Jahren. Das stellt Eltern hierzulande vor eine Herausforderung – die ist aber gut lösbar.
Einen ersten Eindruck zu „Ein MINECRAFT Film“ liefert euch und euren Kindern der offizielle Trailer:
„MINECRAFT“-Film: FSK 12 – so kommen Grundschulkinder trotzdem rein
Werden Kinofilme mit der FSK 12 versehen, entsteht gern der Eindruck, jüngere Zuschauende dürften nicht im Publikum Platz nehmen. An dieser Stelle können wir euch aber beruhigen: Laut Parental-Guidance-Regelung (via FSK) dürfen „Kinder ab 6 Jahren Kinofilme mit einer FSK Freigabe ab 12 Jahren besuchen, wenn sie ein Elternteil oder eine erziehungsbeauftragte Person dabei begleitet.“
Heißt im Klartext: Sofern ihr gemeinsam mit eurem Nachwuchs im Alter von sechs bis elf Jahren zu „Ein MINECRAFT Film“ gehen wollt, ist das kein Problem. Neben Eltern beziehungsweise dem Vormund können volljährige Personen – beispielsweise Onkel, Tanten, Großeltern oder Vertrauenspersonen – eine Erziehungsbeauftragung übernehmen. Dafür müssen die Erziehungsberechtigten aber zustimmen.
Für gewöhnlich genügt es, wenn die Beauftragung in mündlicher Form erfolgt. Allerdings behalten es sich Kinobetreiber vor, die Erziehungsbeauftragung zu überprüfen. Dabei muss die Begleitperson die eigene Volljährigkeit sowie eine schriftliche Bestätigung eines Elternteils zur Erziehungsbeauftragung nachweisen.
Ein sogenannter Mutti- beziehungsweise Elternzettel sollte folgende Angaben beinhalten:
- Name eines Erziehungsberechtigten
- Name des Erziehungsbeauftragten
- Name des Kindes
- Ort, Datum und Uhrzeit der Veranstaltung
- Notfalltelefonnummer
- Unterschrift eines Erziehungsberechtigten
- Unterschrift des Erziehungsbeauftragten
Eine Vorlage stellen euch die Kolleg*innen von familie.de hier zum Download bereit.
FSK-Empfehlung: Für welches Alter eignet sich „Ein MINECRAFT Film“?
Mittels Elternzettel war es mir möglich, „Ein MINECRAFT Film“ gemeinsam mit unserem 9-jährigen Kinderredakteur Noah zu sehen. Wie uns die Videospieladaption gefallen hat, könnt ihr hier nachlesen:
„Ein MINECRAFT Film“ trägt die Altersfreigabe ab zwölf Jahren aufgrund von „Darstellung von Gewalt und Bedrohung“. Tatsächlich ist die Verfilmung von zahlreichen Kämpfen geprägt, die sind allerdings größtenteils spielerisch und humoristisch umgesetzt. Obwohl während unserer Vorstellung viele junge Kinder im Publikum saßen, hat niemand geschrien, geweint oder aufgrund des Films den Saal verlassen. Tatsächlich haben besagte Szenen sogar oft für Lacher gesorgt.
Zugegeben, insbesondere die nächtlichen „Minecraft“-Kreaturen sorgen für den ein oder anderen (seichten) Gruselmoment. Sofern eure Kinder aber mit dem Spiel vertraut sind, dürften sie sowohl Wesen wie Zombies, Skelette, Piglins und Spinnen als auch entsprechende Kampfszenen kennen.
Der 9-jährige Noah hatte im Filmverlauf keinerlei Unbehagen empfunden, er spielt das Game aber selbst und schaut regelmäßig Let’s Plays. Lediglich die Zombies beschrieb er im Nachhinein als „ein bisschen eklig“ – aber bei Weitem nicht so schlimm, dass er sich hätte die Augen zuhalten müssen.
Da das „Minecraft“-Spiel bereits ab sechs Jahren freigegeben ist, könnt ihr den Film zumindest hinsichtlich der Handlung grundsätzlich auch mit Kindern im Alter von sechs bis elf Jahren besuchen. Letztendlich kennt ihr euren Nachwuchs aber selbst am besten. Wer schreckhaft ist, sich im Dunkeln fürchtet oder keinerlei Berührungspunkte mit der Vorlage hat, sollte gegebenenfalls lieber auf den Streamingstart von „Ein MINECRAFT Film“ warten.