Jahrelang gehofft, am Ende bitter enttäuscht: So erging es etlichen Marvel-Fans beim Blick auf Tom Hardys Venom und Tom Hollands Spider-Man. Doch fast wäre der große Traum tatsächlich wahr geworden.
Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, wird uns das ersehnte Marvel-Aufeinandertreffen der beiden britischen Toms tatsächlich vorenthalten bleiben. Spätestens nachdem Tom Hardy 2018 mit „Venom“ einen durchaus überraschenden Kino-Hit landete, wünschten sich etliche Fans ein Duell zwischen ihm und dem von Tom Holland gespielten Spider-Man.
„Venom: Let There Be Carnage“ stellte dies sogar tatsächlich in Aussicht: In der Abspannszene wurde der von Hardy gespielte Eddie Brock ins Marvel Cinematic Universe (MCU) teleportiert. Doch dann folgte in „Spider-Man: No Way Home“ die traurige Ernüchterung: Eddie Brock traf im Film gar nicht auf Peter Parker alias Spider-Man. Er blieb die ganze Zeit in einer Bar sitzen und wurde am Ende wieder ins eigene Sony’s Spider-Man Universe (SSU) verfrachtet.
Hardys Zeit dort endete voraussichtlich mit „Venom: The Last Dance“, das SSU scheint sogar insgesamt eher am Ende zu sein; aktuell hat kein weiterer Film einen Kinostart. Allem Anschein nach werden wir sein Duell mit Tom Hollands Spider-Man also nie sehen – dabei war es tatsächlich geplant gewesen!
Dies verriet Tom Hardy jetzt im Gespräch im „The Discourse Podcast“ von The Playlist. Auf die Frage, ob er es bereue, das Venom-Spidey-Crossover nie realisiert zu haben, sagte der Schauspieler:
„Wir waren so kurz davor. So kurz, wie ich es mir nur vorstellen kann – abgesehen davon, gemeinsam einen Film zu machen, was ich sehr gern getan hätte, denn das hätte einfach unglaublich viel Spaß gemacht.“
Welcher Star stattdessen im nächsten Solo-Film auf Tom Holland trifft, verrät euch unser Video:
Es gibt noch eine Venom-Spidey-Chance
Woran es letztlich gescheitert ist? An all den Gründen, die man erwarten würde, antwortete der Venom-Darsteller. Damit spielt er auf die durchaus komplizierte Studio-Politik an. Sony besitzt die Rechte an Spider-Man, Disney darf diese innerhalb des MCU aufgrund einer Vereinbarung nutzen. Das geplante Crossover kam jedoch nicht zustande, weil sich die beiden Studios letztlich schlicht nicht einigen konnten.
Hardy merkte an, dass seine eigenen Kinder äußerst enttäuscht darüber seien, dass es nie zu diesem filmischen Duell kam. Diese Zielgruppe sei für ihn auch die wichtigste bei dem Vorhaben gewesen:
„Grundsätzliche wäre es für mich vor allem für die Kinder gewesen. Denn so sehr Erwachsene Superheld*innenfilme auch lieben – was man an den Einspielergebnissen erfolgreicher Filme sieht – werde ich doch ständig von Kindern daran erinnert, wie wichtig diese Figuren für sie sind. Und sie verstehen nicht, warum ihre Lieblingscharaktere nicht gemeinsam in Filmen auftauchen.“
Eine letzte Chance gibt es zumindest theoretisch noch: „Avengers: Secret Wars“. Darin dürften etliche Figuren aus dem Marvel-Universum aufeinandertreffen. Eine bessere Chance, um Tom Hardy und Tom Holland doch noch in einem Marvel-Projekt zu vereinen, wird es kaum noch geben.
Zumal im ersten „Secret Wars“-Event in den Comics Spider-Man erstmals den ikonischen Symbionten-Anzug erhielt, aus dem später Venom hervorging. Eine fantastische Chance für Sony und Disney, Marvel-Geschichte zu wiederholen. Ob sie den Marvel-Fans dieses besondere Geschenk bescheren, bleibt jedoch abzuwarten. Wir wissen es spätestens ab dem 5. Mai 2027, wenn „Avengers: Secret Wars“ in den deutschen Kinos startet.