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Amazon-Änderung: Neue „Reacher“-Staffel weicht vom Buch ab – und macht damit alles richtig

Amazon-Änderung: Neue „Reacher“-Staffel weicht vom Buch ab – und macht damit alles richtig
© Amazon

Die neue „Reacher“-Staffel hat im Hinblick auf die Buchvorlage eine gravierende Änderung vorgenommen. Doch geschadet hat es der Serie definitiv nicht.

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Mit der dritten Staffel hat sich „Reacher“ erneut als Action-Schwergewicht etabliert. Auch wenn Serienadaptionen von Romanen zwangsläufig Änderungen mit sich bringen, zeigt sich am Beispiel der aktuellen Staffel: nicht jede Abweichung ist ein Verlust – manche bringen die Geschichte sogar auf ein neues Niveau.

Die dritte Staffel basiert dabei lose auf dem siebten Roman der Jack-Reacher-Reihe von Lee Child, „Der Janusmann“. Eine auffällige Änderung betrifft die Figur Elizabeth Beck – die Ehefrau des Waffenhändlers Zachary Beck (Anthony Michael Hall) wurde in der Serie vollständig gestrichen. Stattdessen erzählt ihr Sohn Richard (Johnny Berchtold), dass sie gestorben sei, als er noch ein Kind war.

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Im Roman hingegen ist sie eine eher passive, aber dennoch präsente Figur: eine Gefangene im eigenen Haus, misshandelt von Becks Leibwächter Paulie (Olivier Richters). Sie entdeckt Reachers Tarnung, verrät ihn aber nicht – vielmehr bittet sie ihn, ihre Familie zu retten.

Ihr fragt euch, was ihr nach „Reacher“ bei Prime Video schauen sollt? Dann können wir euch folgende Produktionen empfehlen:

Darum profitiert „Reacher“ durch die Änderung

Durch den Wegfall von Elizabeth Beck gewinnt Richard Beck in der Serie deutlich an Tiefe. Er übernimmt viele narrative Funktionen, die im Buch seiner Mutter vorbehalten waren. Statt einer wenig eigenständigen Jungfrau-in-Nöten-Figur steht nun ein Sohn im Zentrum, der zwischen Loyalität und moralischem Erwachen schwankt. Das erlaubt nicht nur eine emotionalere Vater-Sohn-Dynamik, sondern gibt auch Reacher mehr Raum, als Mentor und moralischer Kompass zu wirken.

Auch Zachary Beck profitiert von der Neuinterpretation. Im Roman erscheint er als rücksichts- und gewissenloser Krimineller, in der Serie hingegen als trauernder Ehemann und überforderter Vater. Sein fragwürdiges Handeln erhält durch den Verlust seiner Frau eine nachvollziehbare Motivation. Der Versuch, seinen Sohn zu beschützen – so fehlgeleitet er auch sein mag – macht ihn zu einem ambivalenten, vielschichtigen Charakter.

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Weitere Änderungen: Paulie und Neagley

Neben Elizabeth Beck wurden auch andere Elemente des Romans verändert. Paulie – im Buch noch Paul Masserella – ist in der Serie nicht nur größer, sondern auch stärker ins Zentrum als physischer Gegenspieler Reachers gerückt. Eine weitere zentrale Neuerung ist die Figur Frances Neagley (Maria Stern), die im Buch gar nicht vorkommt. Ihre Integration dient nicht nur der narrativen Ergänzung, sondern bereitet auch ihren eigenen Ableger bei Prime Video vor. Im Rahmen von Staffel 3 steht sie stellvertretend für Reachers innere Konflikte als ehemaliger Ausbilder – ausgelöst durch den Tod seiner früheren Schülerin Dominique Kohl (Mariah Robinson).

Wenn ihr euch „Reacher“ ansehen möchtet, könnt ihr alle drei Staffeln ab sofort bei Prime Video streamen.

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